Mittwoch, 5. Juni 2013

Hochwasser und keine Ruhe

Hallo ihr Lieben, ich wollte mich mal melden! 

Nun hält uns die Flut seit einigen Tagen in Atem und man ist so hilflos. 
Kann nur zugucken, was als Nächstes passiert. 
Im Ort nebenan kam das Leben zum Erliegen, die Menschen wurden zu einem großen Teil evakuiert. 
Wir wohnen (zum Glück) nicht am Fluss und dann auch noch erhöht. Aber der Anblick der Bilder, das Heulen der Sirenen, die Autos der Polizei, Feuerwehr und des Katastrophenschutzes holen die Erinnerungen von 2002 wieder hoch. 
Ich könnte nur heulen, aber was bringt das?
 Damals habe ich noch in Dessau gewohnt, habe Sandsäcke mit gefüllt und die Nächte gebangt. 
Heute habe ich zwei kleine Kinder und kann daher nicht mit anpacken. 
Dafür habe ich heute kiloweise Nudeln gekocht und mache einen Nudelsalat für Evakuierte. Nachher suchen wir noch Kinderspielzeug, welches wir nicht mehr brauchen, zusammen und werden es denen bringen, die momentan nicht in ihr Heim können. Dieses "Nichts tun können, hilflos sein" fühlt sich einfach schrecklich an!
Auch wenn ich es nicht will, ich bin von früh bis abends angespannt. Hier in der Umgebung ist noch ein großer Chemiepark, von dem zwar gesagt wird, dass er sicher (gesichert) sei, aber wer kann das wirklich so genau sagen? Mein Mann arbeitet dort, es hängt also für uns Einiges dran. 
Drückt uns und allen Betroffenen die Daumen, dass es schnell vorbei ist und wir alle nur mit dem Schrecken vorbeikommen. Je nachdem, wie sich die Lage hier entwickelt, werde ich über eine Sachspendenaktion für die Menschen in meiner Region nachdenken. Vielleicht mag dann jemand ja etwas geben, was er nicht mehr braucht. Aber soweit soll es natürlich nicht kommen. Hoffen wir mal.

Seid lieb gegrüßt! 
Tina

PS: In letzter Zeit konnte man in diversen Netzwerken einige wirklich unschöne Meinungsäußerungen zum Thema Flut und Ostdeutsche lesen. Ich finde so etwas mehr als traurig und kann das nur aufs Schärfste verurteilen.



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Kommentare:

  1. Hallo Kristina,
    da kann ich ja sagen, wir sitzen im selben Boot.
    Ich komme aus Naumburg und die Saale schwimmt uns weg. Naumburg selber liegt ja etwas höher, aber die Kleinen Dörfer und Vororte im Saale-Unstruttal hat es schlimm erwischt und in Richtug Freyburg sind alle Straßen gesperrt. Mein Gartengrunsstück liegt auch unter Wasser, da direkt am Saaleufer liegt, ich kann nichts machen, ich komme nich mal in die Nähe da alles überschwemmt ist. ich hoffe, es ist bald vorbei.

    ich werde mal heute Abend schauen, was Du so schönes machst :)

    Liebe grüße
    Elke

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  2. Ach Mensch. Das ist doch echt große Scheiße!!! Sorry, aber anders kann man das wohl nicht ausdrücken. Bin natürlich auch gerne bereit etwas zu spenden aber wir wollen mal hoffen, dass sich die Lage bald entspannt. Meinst Du mit Chemiepark das Dings Bums in Bitterfeld?

    Und die Leute die solchen Blödsinn von sich geben....am besten einfach ignorieren. Gibt eben leider solche Menschen die unter Intelligenzallergie leiden.
    Ich wünsche Euch an dieser Stelle erstmal alles Liebe. Haltet die Ohren steif und passt blos auf Euch auf!

    Werde gespannt weiter verfolgen. Fühlt Euch ganz fest gedrück.
    Lg aus Celle

    Nane

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  3. Ich bin immer wieder erschrocken, welche Kraft die Natur hat. Freunde von mir sind gerade auch abgeschlossen von der Außenwelt. Ich drücke euch aus der Ferne alle Daumen, dass die Lage sich möglichst schnell entspannt und nicht kein so großer Schaden (menschlich wie materiell) entsteht.
    Liebe Grüße
    Dani

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  4. Meine Gedanken sind bei bei allen Betroffenen! Möge es bald ein Ende haben!

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Hallo, ich freue mich über liebe Worte und auch Anregungen! Herzlichen Dank!